Für Unternehmen

Wenn die Bewerbung kommt, ist die Entscheidung längst gefallen.

Junge Menschen entscheiden sich für einen Beruf und einen Betrieb Jahre bevor sie sich bewerben — und meistens aufgrund von jemandem, den sie kennen. Deine Runde ist der Ort, an dem Sie diese Menschen treffen, solange die Entscheidung noch offen ist.

Die Ausgangslage

Es fehlen nicht die Bewerber. Es fehlt die Passung.

Die Zahlen der letzten Jahre zeigen ein Muster, das sich nicht mit mehr Reichweite lösen lässt: Betriebe und junge Menschen finden einander nicht, obwohl beide suchen.

49 %

der Betriebe konnten 2025 nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. 2015 waren es 31 Prozent.

DIHK-Ausbildungsumfrage 2026

54.000

unbesetzten Ausbildungsstellen standen zum 30.9.2025 gleichzeitig 40.000 unversorgte Bewerber gegenüber.

Bundesagentur für Arbeit, Ausbildungsmarktbilanz 2024/25

65 %

der Betriebe mit Besetzungsproblemen nennen fehlende geeignete Bewerbungen — fehlende Bewerbungen überhaupt nur 24 Prozent.

DIHK-Ausbildungsumfrage 2026

70 %

der Schüler nennen Praktika als ihre wichtigste Informationsquelle für die Berufswahl — also den persönlichen Kontakt.

Bertelsmann Stiftung, Ausbildungsperspektiven 2025

Alle Zahlen mit Quelle und Link: Quellenübersicht

Stellenanzeigen erreichen Menschen, die schon suchen. Die Entscheidung fällt aber früher.

Mehr als die Hälfte der jungen Menschen findet sich in der Fülle der Informationen zur Berufswahl nicht zurecht (Bertelsmann Stiftung 2026). Wer in dieser Phase ein Gesicht und einen Betrieb kennt, hat eine Antwort — alle anderen haben eine Suchmaschine.

Drei Phasen

Derselbe Mensch, drei Gelegenheiten — und jede verpasste macht die nächste teurer

Ein Fünfzehnjähriger in der Runde ist in zwei Jahren Azubi, in fünf Jahren Werkstudent und in acht Jahren Berufseinsteiger. Sie begegnen ihm nicht einmal, sondern über Jahre.

Phase 1 · Ausbildung

Zwei Jahre vor der Bewerbung

Der wirksamste Zeitpunkt. Wer Ihren Betrieb kennt, bevor er eine Liste von Ausbildungsberufen durchgeht, bewirbt sich gezielt statt breit — und weiß, worauf er sich einlässt.

  • Fast jeder dritte Ausbildungsvertrag wird vorzeitig gelöst (29,7 %), ein Drittel davon schon in der Probezeit
  • 17 % der Betriebe mit Besetzungsproblemen verlieren Azubis in der Probezeit
  • Realistische Erwartungen vor Vertragsbeginn sind der günstigste Hebel gegen Abbrüche
Phase 2 · Werkstudent

Die verlängerte Kennenlernphase

Schüler von heute sind in drei bis fünf Jahren Studierende. Wer sie aus der Runde kennt, muss sie später nicht auf einem umkämpften Markt einkaufen — und sieht vorher, wie sie arbeiten.

  • Kein Assessment kann ersetzen, jemanden über Jahre erlebt zu haben
  • Einarbeitung fällt weitgehend weg, Kultur und Prozesse sind bekannt
  • Auch ohne Übernahme bleibt ein Kontakt, der Ihr Unternehmen weiterempfiehlt
Phase 3 · Berufseinstieg

Wenn die Pipeline dünner wird

Die Übernahmequote von Auszubildenden ist 2025 auf 75 Prozent gesunken, nach 79 Prozent im Vorjahr. Gleichzeitig bilden immer weniger Betriebe aus. Wer nicht selbst nachzieht, konkurriert später um dieselben wenigen Köpfe.

  • Nur noch 55 % der ausbildungsberechtigten Betriebe bilden überhaupt aus
  • Bis 2028 könnten über 700.000 qualifizierte Arbeitskräfte fehlen
  • Frühe Bindung ist die einzige Maßnahme, die sich nicht kurzfristig nachholen lässt

Was Sie konkret tun

Drei Wege hinein, alle ohne großen Apparat

Weg 1

Einen Impuls geben

Jemand aus Ihrem Betrieb kommt zu einem Treffen, erzählt zwanzig Minuten von seiner Arbeit und beantwortet Fragen. Kein Vortrag, keine Präsentation. Am wirksamsten ist ein Azubi oder jemand aus den ersten Berufsjahren — nicht die Geschäftsführung.

Weg 2

Einen Menschen sponsern

Sie übernehmen für einen Schüler oder Azubi die Gebühr für einen Kurs oder ein Zertifikat. Überschaubarer Betrag, klare Zuordnung, und Sie erfahren, was daraus geworden ist. Die Abwicklung läuft vollständig über uns.

Weg 3

Partner werden

Sie stellen Räume, öffnen einmal im Jahr den Betrieb für eine Runde oder tragen ein Format dauerhaft mit. Für Betriebe, die Nachwuchs nicht als Kampagne verstehen, sondern als Daueraufgabe.

Die Grenze

Was Sie nicht bekommen

Das gehört auf dieselbe Seite wie die Vorteile, weil es die Voraussetzung dafür ist, dass das Netzwerk funktioniert.

Keinen Anspruch auf einen Menschen

Wer gesponsert wird, ist zu nichts verpflichtet — kein Praktikum, keine Bewerbung, keine Gegenleistung. Ein Sponsoring, aus dem eine Erwartung wird, wäre bei Minderjährigen nicht vertretbar und würde das Vertrauen zerstören, auf dem alles andere beruht.

Keine Daten und keine Listen

Sie erhalten keine Kontaktdaten, keine Mitgliederlisten und keinen Zugang zur Community. Kontakt entsteht bei den Treffen, zwischen Menschen, oder gar nicht. Wer wen kennenlernt, entscheiden die Teilnehmenden.

Genau das macht den Kontakt wertvoll.

Ein Jugendlicher, der freiwillig mit Ihnen spricht, sagt Ihnen mehr über seine Eignung als jedes Anschreiben. Das funktioniert nur, solange er weiß, dass er nichts schuldet.

Häufige Fragen

Bevor Sie intern darüber sprechen

Was kostet ein Sponsoring?+

Das hängt davon ab, ob Sie einen einzelnen Kurs, ein Halbjahr oder ein Format tragen. Wir schicken Ihnen die Übersicht mit den Beträgen zu — es bewegt sich in einer Größenordnung, die in den meisten Betrieben ohne Gremium entschieden werden kann.

Wie viel Aufwand ist ein Impuls?+

Ein Abend, etwa neunzig Minuten inklusive Anfahrt, für eine Person aus Ihrem Team. Keine Vorbereitung nötig außer der Bereitschaft, ehrlich zu antworten. Wir stellen vorab ein paar Fragen zusammen, die erfahrungsgemäß kommen.

Erreichen wir damit die Richtigen?+

Deine Runde sortiert nach Interessen, nicht nach Schulnoten oder Abschluss. Wenn Sie technische Berufe besetzen, treffen Sie dort Leute, die in ihrer Freizeit schrauben, programmieren oder bauen — unabhängig davon, welche Schule sie besuchen. Genau die Gruppe, die über klassische Kanäle schwer zu erreichen ist.

Ist das Werbung für unser Unternehmen?+

Nein, und das ist beabsichtigt. Wer bei einem Impuls eine Verkaufspräsentation hält, verliert den Raum in fünf Minuten. Was wirkt, ist eine ehrliche Schilderung — auch der unangenehmen Seiten. Der Effekt für Ihre Arbeitgebermarke entsteht daraus, nicht aus Logos.

Wir bilden aktuell gar nicht aus. Lohnt sich das trotzdem?+

Dann ist der Einstieg über Werkstudenten und Berufseinsteiger der naheliegendere. Auch ohne Ausbildungsplätze gilt: Die Menschen, die Sie in drei bis fünf Jahren einstellen wollen, sind heute zwischen fünfzehn und zwanzig.

Fangen Sie mit einem Abend an. Nicht mit einem Vertrag.

Der einfachste Einstieg ist ein Impuls: Eine Person aus Ihrem Team kommt zu einem Treffen und erzählt von ihrer Arbeit. Danach wissen Sie, ob mehr Sinn ergibt — und wir wissen, was zu Ihnen passt.

Unterlagen anfordern15 Minuten sprechen

Wir melden uns innerhalb von zwei Arbeitstagen. Die Unterlagen enthalten Beträge, Ablauf und einen Musterablauf für einen Impulsabend.