Für Lehrkräfte und Schulen
Sie sehen früher als alle anderen, wer einen Anstoß braucht.
Deine Runde ist ein Netzwerk für Schüler und Azubis: alle zwei Wochen ein Treffen, dazwischen eine moderierte Community, einmal im Monat ein Gast aus einem Beruf. Es läuft außerhalb der Schule, kostet Sie nichts und verlangt keine Kooperationsvereinbarung. Was wir brauchen, ist Ihr Blick dafür, wem es guttun würde.
Warum es das braucht
Berufsorientierung scheitert selten am Angebot. Sie scheitert an der Menge.
Die Informationslage ist gut wie nie — und genau das ist das Problem. Was fehlt, ist jemand, der einordnet.
52 %
der jungen Menschen finden sich in der Vielfalt der Informationen zur Berufswahl nicht zurecht.
Bertelsmann Stiftung 2026
45 %
wünschen sich mehr Berufsorientierung durch eine externe Ansprechperson, 49 Prozent mehr innerhalb der Schule.
Bertelsmann Stiftung 2025
70 %
nennen Praktika als wichtigste Informationsquelle — also den persönlichen Kontakt, nicht das Portal.
Bertelsmann Stiftung 2025
86 %
der 14- bis 25-Jährigen halten eine Ausbildung für eine gute Grundlage. Das Ansehen ist da — der Weg dorthin ist unklar.
Bertelsmann Stiftung 2026
Alle Zahlen mit Quelle und Link: Quellenübersicht
Wir ersetzen keine Berufsorientierung. Wir liefern das, was Schule strukturell schwer leisten kann: Zeit und Beiläufigkeit.
Ein Gespräch mit einem Azubi, das nicht bewertet wird, in einem Raum, in dem niemand die Klasse kennt. Das ist kein besseres Angebot als Ihres — es ist ein anderes, und es wirkt, weil nichts davon zählt.
Wen empfehlen
Bitte nicht nur die Klassenbesten
Die Schüler, die am meisten davon haben, fallen in der Schule oft gar nicht auf. Vier Beschreibungen, die erfahrungsgemäß passen.
Brennt für etwas, das im Unterricht nicht vorkommt
Baut zu Hause, schreibt, schraubt, trainiert eine Mannschaft, organisiert etwas. In der Schule ist das unsichtbar oder gilt als Ablenkung. In der Runde ist es der Anknüpfungspunkt, über den alles andere läuft.
Verkauft sich unter Wert
Kann mehr, als die Noten hergeben, traut es sich aber nicht zu und zielt deshalb zu niedrig. Solche Schüler brauchen keine weitere Beratung, sondern jemanden in ihrem Alter, der denselben Weg gerade geht.
Hat zu Hause niemanden zum Fragen
Wer im Elternhaus keine Erfahrung mit Ausbildung, Studium oder Bewerbungen findet, gleicht das über Kontakte aus — oder gar nicht. Genau hier entscheidet sich am meisten, und genau hier ist Ihr Hinweis am wertvollsten.
Ist still, aber nicht desinteressiert
Sagt im Unterricht wenig und wird deshalb selten gefragt. In einer kleinen Runde außerhalb der Schule sieht das oft völlig anders aus — das ist regelmäßig die größte Überraschung für alle Beteiligten.
Ein Satz von Ihnen wiegt mehr als jeder Aushang.
„Das wäre etwas für dich“ von einer Lehrkraft, die jemanden seit Jahren kennt, ist die wirksamste Empfehlung, die es gibt — und für Sie ist es ein Nebensatz im Flur.
Wie Sie helfen können
Drei Wege, alle unter fünf Minuten Aufwand
Weg 1
Im Gespräch erwähnen
Wenn Ihnen jemand einfällt, sagen Sie es ihm. Mehr braucht es nicht. Wir schicken Ihnen einen Handzettel im Postkartenformat, den Sie weitergeben können — mit einem Link und einem QR-Code.
Weg 2
In der Klasse ankündigen
Fünf Minuten am Ende einer Stunde reichen, oder ein Aushang am schwarzen Brett. Wir liefern Plakat und einen kurzen Text, den Sie unverändert vorlesen können, falls Ihnen das lieber ist.
Weg 3
Uns einmal einladen
Wir kommen in eine Stunde zur beruflichen Orientierung und bringen jemanden mit, der in der Ausbildung steckt. Zwanzig Minuten, keine Werbung, und die Klasse fragt, was sie wissen will.
Verlässlichkeit
Was wir nicht tun
Sie empfehlen mit Ihrem Namen. Deshalb gehört hierher, wofür Sie nicht geradestehen müssen.
Keine Werbung an Schüler verkaufen
Unternehmen kommen als Gäste, die von ihrer Arbeit erzählen, und tragen Kurse mit. Sie bekommen keine Kontaktdaten, keine Listen und keinen Zugang zur Community. Wer sponsert, erwirbt damit keinen Anspruch auf einen Menschen.
Nichts an die Schule zurückmelden
Es gibt keine Noten, keine Teilnahmebestätigung an Sie und keine Rückmeldung darüber, wer gekommen ist. Was im Netzwerk passiert, gehört den Teilnehmenden — das ist die Bedingung dafür, dass sie offen reden.
Niemanden wegen Geld ausschließen
Treffen, Community und Impulse sind kostenlos. Nur vertiefende Kurse kosten, und dafür suchen sich die Teilnehmenden einen Sponsor. Wer keinen findet, bleibt trotzdem dabei — dafür gibt es einen Fördertopf.
Häufige Fragen
Was im Kollegium meistens gefragt wird
Entsteht für uns Aufwand oder eine Verpflichtung?+−
Nein. Es gibt keine Kooperationsvereinbarung, keinen Vertrag und keine Berichtspflicht. Sie empfehlen, wen Sie für passend halten, und das war es. Wenn Sie mehr wollen, geht mehr — nötig ist es nicht.
Findet das während der Unterrichtszeit statt?+−
Nein, die Treffen sind am frühen Abend und außerhalb der Schule. Es fällt kein Unterricht aus und es werden keine Räume benötigt.
Wie ist das mit Aufsicht und Minderjährigen geregelt?+−
Die Treffen werden von geschulten Community Managern begleitet, für die ein erweitertes Führungszeugnis und eine Selbstverpflichtung vorliegen. Bei Teilnehmenden unter 16 Jahren ist die Einwilligung eines Elternteils erforderlich, die per Bestätigungslink eingeholt wird. Die Aufsichtspflicht liegt bei uns, nicht bei der Schule.
Konkurriert das mit unserer Berufsorientierung?+−
Es ergänzt sie an der Stelle, an der Schule an ihre Grenzen kommt: beim informellen Kontakt zu Menschen, die nicht zur Schule gehören, und bei der Zeit dafür. Wir empfehlen unsere Teilnehmenden umgekehrt ausdrücklich, die Angebote ihrer Schule zu nutzen.
Für wen ist Deine Runde?+−
Für alle Jugendlichen – egal ob Gymnasium, Oberschule, Gesamtschule, Berufsschule (auch Vollzeitschulformen) oder schon in der Ausbildung. Entscheidend ist nicht die Schulform, sondern die Lust, Menschen kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln.
Was, wenn jemand im Netzwerk Probleme hat?+−
Unsere Community Manager haben eine feste Ansprechperson und klare Wege für den Fall, dass jemand Unterstützung braucht, die über das Netzwerk hinausgeht. Wir informieren Sie nicht darüber — wir ermutigen die Person, sich an Sie oder an eine Fachstelle zu wenden.
Was passiert, wenn sich jemand nicht an die Regeln hält?+−
Für alle in der Runde gilt ein gemeinsamer Verhaltenskodex. Verstöße können jederzeit direkt beim Community Manager oder über hallo@example.de gemeldet werden. Community Manager können Personen verwarnen und bei schweren Verstößen vom Netzwerk ausschließen.
Wir schicken Ihnen Material, das Sie weitergeben können.
Handzettel im Postkartenformat, ein Plakat fürs schwarze Brett und ein kurzer Text zum Vorlesen. Kostenlos, per Post oder als PDF — Sie entscheiden, ob und wie Sie es nutzen.
Wir melden uns innerhalb von zwei Arbeitstagen. Für Rückfragen aus dem Kollegium schicken wir gern eine einseitige Übersicht mit, die sich weiterleiten lässt.